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Katholische Pfarrei Herz Jesu

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Jugendheim

Nachdem absehbar war, dass das Gasthaus Haage in Hundszell zum Dezember 1972 schließen wird, war es notwendig geworden, einen neuen Versammlungsraum zu schaffen. Kirchenverwaltung und KAB Hundszell setzten sich mit dem Gedanken auseinander, auf dem Kirchengrundstück gegenüber der Marienkirche ein Jugendheim zu errichten. In der Kirchenverwaltungssitzung vom 26. Juli 1972 wurde dieser Gedanke in einen festen Beschluss umgesetzt. Das Bischöfliche Ordinariat Eichstätt genehmigte am 27. Juni 1973 den Bau eines Jugendheimes. Die Baukosten beliefen sich nach Architektenplanung auf 214.527,60 Mark. Das war eine enorme finanzielle und auch arbeitstechnische Herausforderung für die Hundszeller. Zuschüsse aus kirchlichen, städtischen und staatlichen Ressourcen wurden zur Finanzierung in Anspruch genommen. Aber auch eine Haussammlung trug wesentlich zur Entlastung des Stiftungshaushaltes bei. Nicht zuletzt waren es auch die enormen Eigenleistungen vieler Hundszeller Bürger, die zur Realisierung des Projektes beitrugen.

In den Jahren 1973/74 wurde das Jugendheim errichtet. Im Herbst 1974 war der Bau vollendet. Zur feierlichen Einweihung am 22. September 1974 kam Domkapitular Wilhelm Reitzer. Unter großer Teilnahme von Ehrengästen und der Bevölkerung konnte das Jugendheim seiner Bestimmung übergeben werden.

Schnell wurde das Haus zu einer rege genutzten Begegnungsstätte für Jugendliche, Ministranten, für Senioren und Familien und natürlich auch für die Veranstaltungen von Kirchenverwaltung und KAB Hundszell. Ein Jugendheimausschuss, besetzt mit Mitgliedern aus Kirchenverwaltung, KAB und Jugend, kümmerte sich um die Pflege, die Belegung und die Bewirtung.

Ab Dezember 1983 übernahm das Ehepaar Anni und Adolf Thiel die Aufgabe der „Wirtsleute“. Seit September 2006 haben Ursula und Hermann Grosse diese zeitaufwendige Aufgabe übernommen.

Im Jahr 2012 wurde am Jugendheim eine sehr umfangreiche Generalsanierung vorgenommen. Das Haus bekam das lange gewünschte und sinnvolle Satteldach, eine energetische Sanierung mit neuer Heizung, neuen Fenstern, einen Vollwärmeschutz und einen neu gestalteten Eingangsbereich. Im Innenbereich wurde die Elektroinstallation erneuert, Wandoberflächen und Raumdecken wurden neu gestaltet, eine schalldämmende Schiebetür wurde eingebaut und die Küche komplett neu eingerichtet. Auch der Sanitärbereich wurde komplett neu gestaltet und um ein behindertengerechtes WC erweitert.

So ist das Jugendheim Hundszell gerüstet für seine kirchlichen und sozialen Aufgaben. Das Haus ist heute wieder aufnahmebereit für Gruppenstunden der Jugend und der Ministranten und für die Versammlungen von Kirchenverwaltung und KAB. Im Jugendheim finden regelmäßig Seniorennachmittage statt und 2 Mal pro Woche treffen sich Mutter-Kind-Gruppen. Information, Unterhaltung und Anleitung zu manuellem Tun findet regelmäßig an Samstagen beim Frauenfrühstück statt. Das Haus wird aber auch genutzt vom Gartenbauverein Hundszell, vom Bezirksausschuss Südwest und auch Bürgerversammlungen werden dort abgehalten. Und nicht zuletzt bietet das Jugendheim den geeigneten Rahmen für den gesellschaftlichen Rahmen kirchlicher Feste und Feiern. Zu allen Gruppierungen und Veranstaltungen sind immer neue Gesichter und auch Anregungen herzlich willkommen.

Zusammen mit der benachbarten Grundschule, der Kindertagesstätte St. Marien und der Marienkirche bildet das Jugendheim einen gesellschaftlichen und kirchlichen Mittelpunkt von Hundszell und der Pfarrgemeinde Herz-Jesu. Es ist zu wünschen, dass sich immer wieder Menschen finden, die sich engagiert um den Erhalt und den Betrieb dieses Hauses kümmern, damit das gesellschaftliche und kirchliche Leben im Ortsteil und der Pfarrei erhalten und belebt wird.

Max Söldner
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